Dieses blog bietet einige Recherchen zu dem methodistischen Agaplesion-Konzern (Frankfurt am Main) und seiner Hamburger Zweigstelle „Agaplesion Diakonieklinikum“ im Kerngebiet von Eimsbüttel.

Unter den klerikalen Klinikkonzernen ist die „gemeinnützige“ Agaplesion AG mittlerweile mit Abstand die größte Kette.

Ausführliche Recherchen stellte dazu ab 2002 die Hamburger „Initiative gegen die Bebauung des Sparbierplatzes“ an. Auf einer 22.000 qm großen kommunal-öffentlichen Fläche in Hamburg-Eimsbüttel, die 1933 von den Nazis nach ETV-Vorsitzenden Julius Sparbier benannt wurde, errichtete Agaplesion 2008 bis Frühjahr 2012 ein Großklinikum. Ermöglicht wurde das ab Ende 2001 durch die politische Unterstützung des damaligen Schillpartei/Beust-Senates und durch ein Bündnis mit dem Großverein Eimsbütteler Turnverband (ETV), der sich bei der Gelegenheit einen Teil dieser Fläche aneignete.

Gegen dieses Vorhaben formierte sich ab Sommer 2002 politischer Widerstand, der zu einer Verzögerung der Bebauung um rund 6 Jahre führte. Obwohl das Ziel, die Bebauung zu verhindern 2008 scheiterte, ist die Kritik an der Agaplesion AG seither nicht verstummt. Zum einen weil die Kritiker durch die intensive Beschäftigung mit dem Konzern erst auf das ganze Milieu klerikaler Konzerne und dessen Unterstützung durch Politik und Behörden aufmerksam wurden. Zum anderen weil die Privatisierung des öffentlichen Raumes heute Folgen hat, die in diesem Ausmaß bis 2011 noch nicht abzusehen waren. An diesen Folgen hat sich 2012 neuer Widerstand entfacht, gegen den Agaplesion derzeit massiv mit juristischen Mitteln vorgeht, was letztlich auf eine finanzielle Ruinierung der Kritiker hinaus läuft.

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