Das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Agaplesion Klinikkette
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Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bilderserie vom 4. Januar 2013
(30 Fotos)

Ein Kommentar zu dieser Fotodokumentation findet sich unter dem letzten Bild.

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Die Agaplesion-Klinik auf der privatisierten Fläche

privatisierung

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 1 der Serie vom 4. Januar 2013

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Eine Klinik ohne Hof und Garten

Agaplesion zugeparkt

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 2 der Serie vom 4. Januar 2013

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Agaplesion: Geschäftsabwicklung im öffentlichen Raum

Agaplesion Feuerwehr

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Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 3 der Serie vom 4. Januar 2013

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So maximiert Agaplesion den Profit

Agaplesion Profit

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 4 der Serie vom 4. Januar 2013

Eine genaue Berechnung des von Agaplesion als Wirtschaftsflächen genutzten öffentlichen Raumes findet sich unter dem letzten Foto dieser Serie.

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Zerstörung eines Wohngebietes

Diakonieklinikum

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 5 der Serie vom 4. Januar 2013

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Sehr ambulanter Pflegedienst: Das Geschäft auf die Straße verlegt

Krankenliege Agaplesion

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 6 der Serie vom 4. Januar 2013

Grenzüberschreitung als Normalfall

Grundstücksgrenze Agaplesion

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 7 der Serie vom 4. Januar 2013

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Leben wie auf einem Krankenhausgelände

agaplesion extrem

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 8 der Serie vom 4. Januar 2013

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Ein politischer Notfall

evangelikal

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 9 der Serie vom 4. Januar 2013

Evangelikale Ökonomie

Liegendkrankenvorfahrt

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Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 10 der Serie vom 4. Januar 2013

Die Agaplesion-Liegendkrankenvorfahrt: Eine Freilichtbühne

Agaplesion Buergersteig

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 11 der Serie vom 4. Januar 2013

Öffentlicher Raum als Agaplesion-Gelände

Klinikflaeche

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 12 der Serie vom 4. Januar 2013

Neoliberale Kälte (protestantische Rechte)

Tagesklinik Agaplesion

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 13 der Serie vom 4. Januar 2013

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7 Grad Celsius (Eimsbüttel)

Agaplesion Profit

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 14 der Serie vom 4. Januar 2013

Klerikale Altenpflege

Agaplesion Schlafanzug

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 15 der Serie vom 4. Januar 2013

Folgen einer Privatisierung

Agaplesion Autoverkehr

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 16 der Serie vom 4. Januar 2013

Bundesweit einmalig

einmalig

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 17 der Serie vom 4. Januar 2013

Methoden der Methodisten: Eine Klinik ohne Diskretions-Abstand

Diskretion

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 18 der Serie vom 4. Januar 2013

Outsourcing: Die DKH Service GmbH

Agaplesion-Service

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Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 19 der Serie vom 4. Januar 2013

Rest vom Krankenhaus Elim (Bauplatz für die Agaplesion-Expansion)

Elim

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Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 20 der Serie vom 4. Januar 2013

Externalisierung der Kosten

Wohngebiet

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Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 21 der Serie vom 4. Januar 2013

Öffentliche Vorführung

Eimsbüttel

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 22 der Serie vom 4. Januar 2013

Sichtschutz nach Protesten

Sichtschutz

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 23 der Serie vom 4. Januar 2013

Verletzung der Persönlichkeitsrechte

Morgenmantel

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 24 der Serie vom 4. Januar 2013

GARD Krankentaxi: Bis zu 100 Fahrten aber keine Stellplätze in der Klinik

GARD

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 25 der Serie vom 4. Januar 2013

Agaplesions Tagesklinik-Geschäft

Tagesklinik

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 26 der Serie vom 4. Januar 2013

Nächstenliebe (klerikale Corporate Identity)

Nächstenliebe

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 27 der Serie vom 4. Januar 2013

ADKH: Am Ende ein 260 Meter-Bau im Wohngebiet Hohe Weide

Hohe Weide 17

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 28 der Serie vom 4. Januar 2013

Die Evangelikalisierung von Hamburg-Eimsbüttel

Diakonieklinikum Hamburg

Folgen der Aneignung des öffentlichen Raumes.
Dokumentation der Zustände am evangelikalen
Agaplesion Diakonieklinikum
in Hamburg-Eimsbüttel (Kerngebiet).
Bild 29 der Serie vom 4. Januar 2013

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Kommentar zu den Praktiken von Agaplesion-Hamburg

Agaplesion Hamburg

(Letztes Foto dieser Serie)

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Kommentar

Berechnung des vom Agaplesion-Klinikum benutzten öffentlichen Raums

Das Hamburger „Agaplesion Diakonieklinikum“ (ADKH) besteht derzeit aus drei Teilen: 1. Der seit Frühjahr 2012 bezogene Neubau auf dem privatisierten Ex-Sparbierplatz. 2. Der Rest des ehemaligen Elim-Krankenhauses. 3. Die derzeit noch unbebaute Fläche zwischen Neubau und der Elim-Hälfte. Hier stand der größte Teil des Elim. Auf den beiden Elim-Hälften soll „Agaplesion 2“ entstehen – eine Erweiterungsbau zum Neubau. Nachdem sich die Agaplesion AG statt auf dem Elim-Gelände einen Neubau zu errichten (das Elim gehört Agaplesion seit 2003) den öffentlichen Raum angeeignet hat, verdoppelt sie ihren Besitz nun also mit einem weiteren Bau.

Der größte Teil der Hamburger Agaplesion-Klinik (ADKH) steht in der engen Wohnstraße Hohe Weide. Zusammen mit dem Elim-Gelände hat der Agaplesion-Komplex eine Gesamtlänge von 260 Meter. Wenn der Erweiterungsbau fertig ist, wird dies eines der längsten Gebäude in Hamburg sein. Agaplesion gehören dann ca. 80 Prozent der rechten Straßenseite. Der Bau dominiert jetzt schon das ganze Viertel (von zwei weiteren Straßen blickt man direkt auf den Agaplesion-Riegel).

Diese Dominanz wird dadurch verschärft, dass die Straße Hohe Weide besonders schmal ist. Zwischen den Grundstücken auf beiden Straßenseiten liegen nur 22,90 Meter. (Angaben aus dem letzten Verkehrsgutachten). Die beiden Bürgersteige sind etwa 5 Meter breit. Der verbleibende Straßenraum von 12,90 Meter wird durch Parkplätze (Teile des Bürgersteigs werden mitgenutzt) auf eine Fahrbahnbreite von nur 6 Meter (!) reduziert. Zum Vergleich: die Bundestraße, an die nur eine Seitenfront das ADKH grenzt hat eine Fahrbahnbreite von 10,6 Meter.

Die Straße Hohe Weide ist also so eng, dass LKWs (vor allem Agaplesion-Baulaster) bzw. Krankentaxis (überwiegend Agaplesion-Tagesklinikverkehr) und PKWs kaum aneinander kommen. PKWs sind mit Außenspiegeln 2,60 Meter breit. Ein GARD-Krankentaxi ist mit Außenspiegeln 2,20 Meter breit und ein Golf ist heute inklusive der Außenspiegel 2,05 Meter breit. Bei einer 6 Meter breiten Straße wie der Hohen Weide kommen ein LKW bzw. ein Transporter und ein PKW gerade aneinander vorbei (60 cm Abstand nach beiden Seiten).

Von diesem Straßenraum nutzt die Agaplesion-Klinik derzeit regelmäßig die Hälfte als erweitertes Klinikgelände. Regelmäßig heißt, dass dies nicht in Ausnahmefällen geschieht, sondern alltäglich und geplant. Diese Nutzung kann man als xxxxxxx bezeichnen (die Agaplesion-Anwälte werden den passenden Begriff kennen), weil sie nach unserer Vermutung gegen sämtliche Verordnung zur Nutzung des öffentlichen Raumes verstößt, wie sie zum Beispiel für gastronomische Betriebe oder den Lieferverkehr von Supermarktketten gelten. (Auch über eine nachträgliche behördliche Genehmigung ist öffentlich nichts bekannt. Journalisten könnten hier mal nachhaken). Dass diese tägliche und geplante Nutzung von den Behörden „übersehen“ wird, liegt am politischen Willen einer Allparteienkoalition die seinerzeit (beginnend mit der Schillpartei/Beust-Koalition) die Privatisierung des öffentlichen Raumes betrieben hat. Diese Koalition wusste, dass hier eine Klinik ohne ebenerdige Wirtschafts- und Stellflächen gebaut wurde. Und zwar nicht, weil an dieser Stelle eine Klinik fehlte (nicht nur das riesige UKE liegt ganz in der Nähe), sondern um einem Konzern einen lukrativen Standort mitten im dicht bebauten Kerngebiet zu verschaffen.

Die Nutzung des (nach der Bebauung noch verbliebenen) öffentlichen Raumes als Wirtschaftsfläche einer Klinik wurde also einkalkuliert. Es war schon bei der Planerstellung klar, dass für die „Anlieferungsfahrten“ des verkehrsträchtigen Tagesklinik-Betriebes (vier Fahrten pro Patient am Tag!) kein Raum vorhanden sein wird. Ein Vorschlag der Behörden, diesen Pendelverkehr (die Patiententaxis prägen das Bild des ganzen Viertels) über eine Rampe von der Bundesstraße aus bzw. durch die Tiefgarage abzuwickeln, wurde nicht weiter verfolgt, weil dann der Privatsportplatz des Agaplesion-Partners ETV kleiner geworden wäre (im Fall einer Rampe) oder die Tiefgarage noch weniger Stellplätze hätte.

So ist ab 2012 eine Situation entstanden, wo Agaplesion-Hamburg die gesamte Wohnstraße Hohe Weide als Wirtschaftsfläche missbraucht. Agaplesion nutzt täglich die Hälfte der 22, 9 Meter breiten Straße. Manchmal wird sogar die gegenüber liegende Straßenseite genutzt. Patienten werden auf der Straße aus- und eingeladen und über den öffentlichen Bürgersteig in die Klinik transportiert. Dies betrifft täglich mindestens Zweidrittel der 260 Meter langen Front (vor dem Elim und in Sichtweite der Liegendkrankenvorfahrt). Nicht selten werden auch die Garageneinfahrten der benachbarten Häuser (auf derselben Straßenseite) sowie die Hallenbadeinfahrt als Ladezonen genutzt. Hinzu kommt, dass auch Teile des Lieferverkehrs von Dienstleistern über die Hohe Weide abgewickelt werden. Die Lieferantenfahrzeuge nutzen jeden freien Parkplatz und rollen ihre Waren über den Bürgersteig. Auch das Personal parkt überwiegend in den umliegenden Straßen und die Besucher ohnehin, da die Tiefgarage vielen zu weit abgelegen ist. Nicht einmal für die Fahrräder gibt es eine Klinikfläche. Die werden teilweise an den Zäunen der gegenüberliegenden Mietshäuser angebunden.

All das sind Folgen der Tatsache, dass das ADKH keine ebenerdigen Flächen hat: Keine Lieferzone, keine Kurzzeitparkplätze, keinen Fahrradplatz – einfach nichts. Vor allem aber keinen Platz für den immensen Tagesklinik-Verkehr. Der wird über eine Auffahrt abgewickelt, die laut Baugenehmigung dafür nicht vorgesehen war: Die Rampe zur Notfallaufnahme. Obwohl diese – ebenfalls nicht abgedeckt durch die Baugenehmigung! – durch eine zweite Spur auf dem Bürgersteig (!) erweitert wurde, ist diese Rampe zu klein, um den Verkehr des Geschäftszweiges Tagesklinik aufzunehmen. Weil die Rampe ständig verstopft ist, laden die Fahrer die Patienten einfach dort aus, wo sie gerade anhalten können: Auf den Bürgersteigen, auf den normalem Parkplätzen, auf den Taxiplätzen oder gleich mitten auf der Straße.

Doch damit nicht genug: Weil diese Klinik auch keinen Patientengarten und keine Höfe hat, wo das Personal mal eine Zigarette rauchen oder einen Sonnenstrahl erhaschen kann, zieht es auch Personal und Patienten auf die Straße. Patienten gehen (oder rollen) im Schlafanzug und mit Wundschläuchen auf den Bürgersteigen spazieren und Angestellte machen rund um die Rampe Pause am Straßenrand. Zustände also, von denen auch die Fahrer der Kleinbusse sagen, dass sie einmalig in Hamburg sind.

Die Fläche, die Agaplesion durch Nutzung des öffentlichen Raumes zusätzlich wirtschaftlich nutzt, lässt sich genau beziffern: 260 Meter x 11 Meter (Bürgersteig und die Hälfte der Straße) ergeben 2860 Quadratmeter. Wenn man großzügig ist und 60 Meter der Gesamtfront als nur zeitweise betroffen abzieht (obwohl oberhalb des Elim wieder 60 Meter vor den Häusern dazu zu zählen wären), kommt man immer noch auf eine Fläche von 2200 Quadratmeter öffentlichem Raum, der von der Agaplesion AG alltäglich als Wirtschaftsfläche kalkuliert benutzt wird.

Hätte man eine ebenartige Verkehrsfläche dieser Größe eingeplant (Stellflächen, Höfe, Garten), dann wäre die bebaute Fläche der jetzigen 6300 Quadratmeter großen Klinik um mehr als ein Drittel geschrumpft. Die Klink wäre also bedeutend kleiner geworden und damit auch Umsatz und Profit. Es handelt sich hier also nicht um eine Fehlplanung (wie z.B. das Hamburger Abendblatt meinte), sondern um eine extrem rücksichtslose Planung zwecks Externalisierung von Kosten, die man der Öffentlichkeit und den Patienten in Form von unglaublichen Zumutungen aufbürdet.

Auch diese brutale Rücksichtslosigkeit ist in dieser krassen Form einmalig im Geschäft mit der Krankheit. Die Quadratmeterzahlen objektivieren daher vor allem das ökonomische Kalkül dieses evangelikalen Klinikkonzerns.

Was diese rabiate Praxis für die Betroffenen – Patienten, Passanten und Mieter im Wohngebiet – bedeutet, ist damit noch nicht beschrieben. Hier findet täglich eine massive Verletzung vieler Persönlichkeitsrechte statt und der Anblick dieses unwürdigen Szenerios macht viele Menschen depressiv und krank. Nach unserer Beobachtung sind die körperlichen und psychischen Belastungen in der Umgebung dieser Klinik 2012 deutlich gestiegen. Viele Menschen bemühen sich, das bedrückende Bild zu ignorieren, was jedoch kaum möglich ist, wenn direkt vor einem alte und meist hilflose Menschen im Nachthemd auf Liegen über den Bürgersteig geschoben werden. Den betroffenen Patienten, die meistens vorher nicht ahnen, dass sie nicht auf einem Klinikgelände ausgeladen werden, merkt man meistens die Scham darüber an, dass sie in diesem Zustand der Hilflosigkeit öffentlich vorgeführt werden.